Siebdruck selber machen

Lerne mit unserer einfachen Anleitung, wie du Siebdruck zuhause selber machen kannst.

Siebdruck Selber Machen Hero

Anleitung

Siebdruck - auch bekannt als Serigrafie - ist eine vielseitige Schablonen-Drucktechnik, bei der Farbe durch einen offenporigen Stoff, der auf einem Rahmen aufgespannt und verklebt ist, gepresst wird, um z.B. Designs auf Textilien (T-Shirts, Hoodies, Jeans, Meterware), Papier oder Poster und andere Materialien zu drucken.

In diesem Schritt für Schritt Tutorial führen wir dich durch den gesamten Prozess: Vom ersten Entwurf deines Motivs bis hin zum ersten fertigen Siebdruck auf T-Shirts, Papier oder Karton. Diese Anleitung ist perfekt für Anfänger geeignet, die noch keine oder kaum Erfahrung mit dem Siebdruckverfahren haben.

Bist du bereit? Dann lass uns direkt loslegen!

Einleitung

Als erstes sollten wir klären, was im Siebdruck eigentlich realistisch zu Hause gedruckt werden kann. Also, wie geht Siebdruck eigentlich?

Was Siebdruck überhaupt ist, erfährst Du hier: Was ist Siebdruck

Prinzipiell lassen sich sehr komplizierte und hoch-detaillierte Motive im Siebdruckverfahren drucken. Das können die unterschiedlichsten Materialien sein, wie z.B. Textilien (T-Shirts, Sweatshirts, Beutel, Hosen, Meterware, Papierprodukte (Bögen, Tüten), Karton und Pappe (Karten, Versandkartons), Glas, Kunststoff, Metall und viele, viele andere sein.

Nicht jedes erdenkliche Anwendungs-Senario können wir hier aber tatsächlich thematisieren. Diese Anleitung vermittelt lediglich die ersten Grundlagen, die Du benötigst, um Dich mit der Technik vertraut zu machen.

Die grundlegende Verfahrensweise bleibt aber immer gleich. Je nachdem was Du bedrucken möchtest, gibt es natürlich auch Nuancen hinsichtlich der genauen Technik.

Ein einfarbiger Druck auf einem hellen Untergrund ist dabei recht einfach zu drucken. Wichtig dabei ist, dass je nachdem was genau bedruckt wird, unterschiedlich fine Siebdruckrahmen und entsprechend passende Farbe benutzt werden müssen. Einfach: Papier, Karton, Textilien, Holz. Komplizierter: Glas, Metall, Kunststoffe und andere glatte, nicht-saugende Oberflächen.

Siebdruck selber machen auf Textilien

Einfarbige Motive auf Textil und Papier sind super einfach zu drucken. Mehrfarbige Fotos dagegen schon schwerer.

Mit dem Dipilu Logo bedruckte T-Shirt in unterschiedlichen Farben
Bedrucktes T-Shirt Siebdruck CMYK

Materialliste für Siebdruck bis zum A3 Format

Du benötigst einige Produkte, um einen Siebdruck zu machen:

Du kannst auch eines unserer Sets verwenden. Dort ist alles bereits enthalten, was Du brauchst.

Siebdruck Sets

Damit Du nicht alles von Hand selber raussuchen musst, hier unsere fertigen Sets:

Schritt 1: Druckvorlagen erstellen

In dieser Anleitung beschäftigen wir uns mit dem einfarbigen Siebdruck, wie er mit allen unserer Siebdruck-Sets ausgeübt werden werden kann.

Dazu benötigen wir zunächst eine grafische Vorlage, die als Grundlage zur Erstellung der Siebdruckschablone benötigt wird.

Hier folgend ein Beispiel einer guten Vorlage als Download.

1. Angelegt in der Originalgröße in cm oder Pixel, so wie sie später auch gedruckt werden soll.

Nutze unseren Siebdruck DIN Format Kalkulator um die benötigte Größe für Deine Grafik zu ermitteln. Du kannst Dir auch unsere Muster Grafik herunterladen und genau ansehen.

Weitere Vorlagen findest Du zukünftig unter Siebdruckvorlagen.

2. Motive müssen zur Belichtung der Schablone immer komplett schwarz angelegt sein. In Deinem Grafikprogramm heißt das, dass das gesamte Motiv (RGB / HEX #000000) sein und auch so im Anschluss auf einen Siebdruckfilm für Titenstrahldrucker oder Folie für Laserdrucker gedruckt werden.

Grafische Motivvorlage zur Belichtungfür den Siebdruck

Siebdruck DIN Format Kalkulator

Zeigt die Größe in Pixel für das jeweilige DIN Format an. Beispiel: Du möchest ein Motiv im A4 Format im Siebdruck auf ein T-Shirt drucken. Dann sollte Dein Bild im Hochformat 2480 x 3508 Pixel groß sein, um die bestmögliche Größe für den Siebdruck zu erstellen.

Hochformat (Portrait)

— × — px

Querformat (Landscape)

— × — px

Schritt 2: Siebdruckrahmen entfetten

Ein neuer Siebdruckrahmen muss vor dem Gebrauch immer! gründlich mit Entfetter gereinigt werden. Das ist nötig, weil Schmutzpartikel und Fettrückstände (Fingerabdrücke) auf dem Siebgwebe im späteren Verlauf (Beschichtung mit Fotoemulsion) ärger machen und eine schlechte Schablone zur Konsequenz haben können. Im schlimmsten Fall entstehen ungewollte Löcher in der Schablone.

Hast Du ein Dipilu Siebdruck Set gekauft, ist der Entfetter automatisch im Lieferumfang enthalten. Bei jedem Set!

Nach dem Entfetten muss der Rahmen an einem möglichst staubfreien Ort trocknen. Du kannst auch mit einem Microfasertuch nachhelfen und einen Haartrockner verwenden. Achte aber dabei bitte darauf, dass Du ausreichend Abstand zum Siebgewebe hältst. Die Fotoemulsion darf nicht heiß werden.

siebdruck selber machen entfetten siebdruckrahmen

Schritt 3: Siebdruckrahmen beschichten

Um eine Schablone herstellen zu können, muss der trockene Siebdruckrahmen jetzt mit Fotoemulsion (Dipilu Pro oder Dipilu Basic) beschichtet werden. Das Video zeigt diesen Schritt genau. Die Emulsion muss vor Gebrauch gut umgerührt werden und kann nach dem Entweichen der dadurch entstandenen Luftblasen mit einer für Deinen Siebdruckrahmen passenden Beschichtungsrinne gleichmäßg aufgetragen werden.

In unseren Siebdruck Sets ist hierfür alles bereits enthalten.

Danach muss diese Schicht im dunkeln trocknen. Achtung: Fotoemulsion darf nicht unter starken Lichtquellen und nicht unter Tageslicht verarbeitet werden. Der gesamte Ablauf muss unter Gelblicht erfolgen.

Dieses Video zeigt die Beschichtung eines Siebdruckrahmens mit Fotoemulsion.

Schritt 4: Siebdruckrahmen mit Motiv belichten

Wenn die Fotoemulsion nach einigen Stunden komplett getrocknet ist (Ungeduldige verwenden auch gerne mal einen Fön), kannst Du den Rahmen jetzt mit Deinem eigenen Motiv belichten. Das geht mit dem Tageslicht, aber zuverlässiger und genauer mit einer unserer Belichtungslampen.

Die gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Am schnellsten ist die Belichtung mit der Halogenlampe. Mit der LED Lampe belichtest du ca. 25 Minuten lang.

Bedenke, wir arbeiten immer noch unter Gelblicht, damit die Kopierschicht (anderes Wort für Fotoemulsion) nicht schon vorzeitig belichtet wird.

Für die Belichtung legst Du Dein auf Siebdruckfilm oder Siebdruckfolie (Laserdrucker) gedrucktes Motiv spiegelverkehrt auf die Druckseite des beschichteten Siebdruckrahmens und klebst sie mittels transparentem Klebeband an den Ecken fest. Die Druckseite ist die Seite des Rahmens, die mit dem Gewebe rot verklebt ist.

Optimal ist es, wenn Du zusätzlich eine Glas oder Acrylglasplatte verwendest, um das Motiv zu beschweren, da die Folie sich während der Belichtung wölben und verziehen kann.

Sinnvoll ist auch die Verwendung einer passenden Einlage für den Siebdruckrahmen, der die Rakelseite des Rahmens während der Belichtung vor Unterstrahlungen schützt.

Beides bekommst Du bei uns als Unterlage-Set.

Eine UV-Licht durchlässige Glasplatte und die passende Unterlage mit schwarzem Karton bekommst Du bei uns als Sets in unterschiedlichen Formaten.

Wir bieten dazu eine Belichtungsunterlage als A4 und A3 Set an, wie sie im A3 Format bereits in unserem Siebdruck Set Pro, Siebdruck Set Expert und Siebdruck Set mit Siebdruckarussell für mehrfarbige Siebdrucke bereits enthalten sind.

Im Anschluss belichtest Du je nach Wahl der Methode das Sieb. Die Dauer der Belichtung ist von der verwendeten Fotoemulsion abhängig. Bei unserer Dipilu Fotoemulsion in Verwendung mit der Halogen Belichtungslampe dauert die Belichtung nicht länger als 3:30 Minuten. Bei der Belichtung mit der LED Lampe etwa 25 Minuten.

Bei Tageslicht reicht zumeist schon eine Belichtung von einer Minute aus. Beachte dabei aber unbedingt, dass diese Methode je nach Lichtverhältnissen unberechenbar ist und du unbedingt eine tief schwarz bedruckte Vorlage verwendest. Schütze auch die Rückseite des Rahmens vor einfallendem Licht.

Nach der Belichtung sieht man zunächst erst einmal keinen Unterschied, wenn Du den Film vom Sieb entfernt hast. Das ist völlig normal. Im nächsten Schritt waschen wir dann die Schablone einfach mit Wasser aus dem Sieb heraus.

diy screen printing tutorial screen exposure 5 4

Hier siehst Du die Siebbelichtung mit einer Halogenlampe. In diesem Fall belichten wir hier mit dem Siebdruck Expert Set. Achte darauf den beschichteten Rahmen stets gut vor ungewolltem Lichteinfall zu schützen.

siebdruck selber machen belichtung mit tageslicht

Eine Belichtung mit Tageslicht ist auch möglich, aber aufgrund schwankender Lichtbedingungen etwas unberechenbar. Hier haben wir bei Tageslicht etwa 1 Minute lang belichtet (bewölkt)

Keine Lust deine Motive selber zu belichten? Dann nutze unseren Belichtungsservice zur Schablonenherstellung.

Schritt 5: Das Motiv auswaschen

Bitte achte darauf, dass Du bis zum Auswaschen Deines Motivs aus dem Siebdruckrahmen unter Gelblicht arbeitest.

Wasche dein belichtetes Motiv im Sieb nun einfach komplett unter Wasser heraus. Benetze dazu den Rahmen erst einmal beidseitig mit ausreichend Wasser und lasse das Wasser etwa eine Minute wirken. Danach kannst Du das Motiv mit einem Wasserschlauch oder Duschkopf einfach aus der Schablone auswaschen. Die Verwendung eines Hochdruckreiniger ist ebenfalls möglich.

Sollte Dir dieser Schritt nicht gelingen, kann das mehrere Ursachen haben. Zumeist ist ein unzureichend deckender Druck auf dem Siebdruckfilm die Ursache.

Unser Service: Wir belichten Dein Motiv auf einen Siebdruckrahmen.

Oft reicht es auch schon, wenn Du einfach eine Wanne benutzt, in die der Rahmen in Wasser eingelegt werden kann. Die Emulsionsrückstände kannst Du dann nach 1-2 Minuten leicht unter Wasser mit einem Schwamm herauswaschen.

Siebdruck selber machen siebdruckschablone entwickeln

Schritt 6: Rahmen trocknen und Ränder abkleben

Hast Du das Motiv erfolgreich ausgewaschen und die Schablone ist fertig, muss der Rahmen samt Gewebe gut abgetrocknet werden. Am besten lässt Du den Rahmen einfach horizontal liegend bei Raumtemperatur trocknen. Ränder können mit einem geeigneten Microfaster-Tuch abgetrocknet werden.

Im Anschluss dazu erfolgt das Abkleben der noch offenen Siebränder mit Siebklebeband, damit hier im Druckverlauf keine Farbe durch offene Stellen dringen kann. Das wasserfeste Siebklebeband lässt sich nach dem Druck Rückstandslos vom Sieb abziehen. Bitte verwende unter keinen Umständen ein Paket-Klebeband, da es Kleberückstände hinterlässt, die zu erheblichen Problemen führen können.

siebdruck selber machen siebdruckrahmen abkleben klebeband

Schritt 7: Wahl der passenden Siebdruckfarbe

Je nachdem mit welchem Typ Siebdruckfarbe Du arbeitest und ob Du eine Möglichkeit zum Trocknen der Drucke mit einem Flash-Trockner hast oder nicht, ergeben sich darauf unterschiedliche Herangehensweisen für den Druck.

Dipilu Textil-Siebdruckfarben sind Druckfarben auf Wasserbasis. Wenn Du auf Textilien drucken möchtest und keinen Trockner hast, der den Druck direkt bei 150°C trocknen kann, solltest Du den passenden Kaltfixierer verwenden, der einfach zu 5-10% Gewicht zur Farbe hinzugegeben wird. Dieser sorgt für eine gute Waschbeständikgkeit des Siebdrucks.
Nach dem Trocknen der Farbe solltest Du den Druck von der Rückseite trotzdem noch einmal bei 150°C bügeln, um die Waschbeständigkeit des Textildrucks weiter zu verbessern.

Druckst Du mit unseren Siebdruckfarben für Papier, kannst Du diese in einem Trockengestell oder Trockenregal einfach an der Luft trocknen lassen.

Möchtest Du sehr deckende Drucke auf dunklen Textilien herstellen, empfiehlt sich Plastisolfarbe auf Kunststoffbasis. Aber Achtung, zum Drucken von Plastisolfarben benötigst Du unbedingt einen Trockner, da diese Farben nicht an der Luft trocknen können (Farben auf Kunststoffbasis).

Unsere Empfehlung für Einsteiger: Siebdruckfarben auf Wasserbasis, da diese eine gute Deckkraft haben und leicht von Sieben und Werkzeugen zu reinigen sind (Keine Lösungsmittel erforderlich). Die Waschbeständigkeit der Drucke kann mit dem Kaltfixierer deutlich verbessert werden und im Gegensatz zur Plastisolfarbe benötigst Du keinen Trockner.

Schritt 8: Einen Siebdruck herstellen

Je nachdem, welches Siebdruck Set Du nutzt, kann jetzt endlich der Druck erfolgen. Hast Du kein Set, dann kannst Du z.B. auch mit einer Siebdruckmaschine (Presse) oder aber den einfachen Scharnieren für Siebdruckrahmen drucken. Das sind Metallklammern, in die Du einen Siebdruckrahmen perfekt einspannen kannst. Du kannst den Rahmen auch einfach auf das zu bedruckende Material legen und frei aus der Hand drucken. Im Video zeigen wir den Druck mit dem Siebdruck Set Expert und der Expert Druckmaschine.

Spanne den belichteten Siebdruckrahmen ein und gib oberhalb des Motivs Siebdruckfarbe in den Rahmen. Verteile die Farbe so, dass sie das Motiv in der gesamten Breite abdeckt. Ziehe dann die Siebdruckrakel leicht angewinkelt und mit Druck über das Motiv.

Bei hellen Bedruckstoffen reichen zwei Rakelzüge. Einer, um das Motiv mit Farbe zu fluten, der zweite ist dann der richtige Druckzug, um die Farbe durch das Sieb zu drücken. Bei sehr dunklen oder sogar schwarzen Bedruckstoffen empfehlen sich zwei Druckzüge.

Bei einem Siebdruck mit weißer Farbe auf einem schwarzen Textil kann es sogar erforderlich sein, dass die Farbe nach dem Druckzug einmal zwischengetrocknet werden muss. Dazu das Sieb einfach nach oben klappen und die Farbe mit einem Fön - oder ganz professionell mit einem Zwischentrockner - kurz antrocknen.

Siebdruck selber machen Siebdruckmaschine
siebdruck machen rakelzug mit siebdruckrakel

Schritt 9: Siebreinigung

Nach dem Drucken müssen Siebdruckrahmen, Siebdruckrakel und andere Werkzeuge von Farbresten befreit werden. Siebdruckfarbe kannst Du mit einem Spatel einfach wieder zurück in die Farbdose geben. Am einfachsten ist es, wenn du weitere Farbreste mit einem Papiertuch aus dem Sieb wischst.

Für Plastisolfarbe nutzt Du am besten unsere Spezialreinigungstücher für Plastisolfarben, mit deren Hilfe Werkzeuge und auch die Hände von Farbe befreit werden können.

Gib für die Siebreinigung von Wasserfarben unseren normalen Siebreiniger für Wasserfarben oder Eco-Farbentferner auf das Sieb. Reibe diese Lösung mit einem Reinigungsschwamm gut ein und wasche im Anschluss alles mit viel Wasser aus dem Sieb.

Nach dem Trocknen ist der Siebdruckrahmen mit Deinem Motiv wieder startklar für den nächsten Einsatz.

Arbeitest Du mit Plastisolfarben, benötigst Du einen speziellen Reiniger für Plastisolfarben. Diese müssen mit einem Lösungsmittel entfernt werden.

siebdruckrahmen reinigen selber

Schritt 10: Schablone entschichten

Wird die Schablone nicht mehr benötigt oder die Belichtungs hat vielleicht nicht geklappt, kannst Du diese vom Siebgewebe auch wieder entfernen. Dazu gibst Du flüssigen Entschichter auf die zuvor gereinigte Schablone. Am besten trägst Du diesen mit einem Schwamm beidseitig auf das Siebdruckgewebe auf, lässt diesen kurz einwirken aber keinesfalls antrocknen und wäschst dann alles mit viel Wasser aus dem Sieb.

Optimal ist hier die Verwendung eines Hochdruckreinigers. Dieser erspart oft auch den Entschichter. Nach dem Entschichten muss der Rahmen mit Entfetter noch einmal behandelt und mit viel Wasser ausgewaschen werden. Nach dem Trocknen ist dieser dann wieder einsatzbereit und kann erneut beschichtet und belichtet werden.

siebdruckrahmen fotoemulsion entschichten

Zusammenfassung

Dieses Siebdruck Tutorial wird dich vielleicht nicht zum Siebdruck Meister machen, aber es enthält viele nützliche Tipps und Tricks zur Erstellung einer eigenen Siebdruckschablone und ersten Siebdruck auf unterschiedlichen Materialien.

Schau Dir unter VIDEO unsere weiteren Siebdruck Tutorial Videos an, um mehr über das Siebdruckverfahren zu lernen.

Was Du mit dieser Anleitung gelernt hast:

1. Wie man eine Siebdruckschablone mit einem eigenen Motiv belichtet

2. Wie man einen eigenen einfarbigen Siebdruck auf ein T-Shirt erstellt

3. Wie man die Schablone vom Siebdruckrahmen entfernt, um eine neue herzustellen.

Wir hoffen, dass Dir diese Anleitung hilfreich war.
Viele Grüße sendet das gesamte Dipilu Team!

Lehrer druckt mit seinen Schülern Siebdruck in der Schule

FAQ

  • Ein unscharfer Druck kann gleich mehrere Ursachen haben.

    1. Die Kanten Deiner Siebdruckschablone sind nicht korrekt ausbelichtet. Nutze zur Belichtung eine tief schwarze Vorlage auf Film oder Folie.

    2. Du drückst zu viel Farbe durch das Sieb. Das passiert bei zu häufigem Rakeln. Gib vor dem Rakelzug ausreichend viel Farbe in das Sieb, damit Du nicht mehrmals rakeln musst.

    3. Dein Siebdruckrahmen ist verrutscht. Rakelst Du mehrfach, muss darf die Schablone nicht verrutschen. Achte auf einen Fest halt in der Siebdruckmaschine oder Siebdruckzwingen.

    4. Dein Siebgewebe ist für den Bedruckstoff zu grob. Beispiel Glas: Druckst Du mit einem groben Siebdruckgewebe (43T) auf Glas, ist der Farbauftrag viel zu hoch undas das Glas kann diese Farbe gar nicht absorbieren. Nutze ein feineres Sieb.

  • Klassische Überbelichtung. Dies geschieht zumeist durch einen nicht ausreichend deckend bedruckten Siebdruckfilm oder durch eine zu lange Belichtung.

  • Mögliche Fehlerquellen:

    1. Zu kurze Belichtungszeit (Halogen 3:30 Minuten - Led 25 Minuten)

    2. Die Emulsion war vor der Belichtung nicht komplett getrocknet.

    3. Hast Du mit Tageslicht belichtet, war die Belichtungszeit zu kurz.

  • Druckst Du mit Siebdruckfarbe auf Wasserbasis auf dunklen Textilien, solltest Du ein grobes Siebgewebe verwenden (43T), damit ausreichend Farbe aufgetragen werden kann. Die höchste Deckkraft hat Plastisolfarbe.

    Lösung: Mehrfach Farbe durch das Sieb rakeln oder Farbschichten mit einem Zwischentrockner antrocknen und dann überdrucken.

  • Die einfachste Methode ist die Verwendung eines Hochdruckreinigers. Dieser löst meist alle Rückstände aus dem Siebgewebe ohne das Sieb zu beschädigen. Verwendest Du einen Siebdruckrahmen aus Holz, kannst Du den Rahmen auch einfach mit Siebdruckgewebe neu bespannen.